Implantattechnik

Dank dem Einsatz der Laborscanner von Straumann und Nobel Biocare können wir eine Vielzahl individualisierter Teile zu den verwendeten Implantaten herstellen.

 

Die überzeugenden Vorteile die ein individualisiertes Sekundärteil bietet, übersteigen die geringen Mehrkosten dieser Technik bei weitem.

Bei direkt auf Implantaten verschraubten Rekonstruktionen sind die Kosten sogar viel geringer, da keine Sekundärteile benötigt werden.

 

Individualisierte Teile haben den Zementrand ideal gestaltet, sie unterstützen das Weichgewebe optimal, können Divergenzen in den Implantatachsen ausgleichen und sorgen letztendlich für eine bessere Primärfriktion da parallele Wände und günstige Geometrien gestaltet werden können.

 

Konfektionierte Teile sind oftmals unterdimensioniert was den Bruch des Sekundärteils oder das Versagen der Zementierung zur Folge haben kann. Bei VMK-Arbeiten auf vorgefertigten Sekundärteilen liegt der Goldverbrauch höher, da der Substanzverlust mit teurer Aufbrennlegierung kompensiert werden muss.

 

Bei Rekonstruktionen aus Zirkondioxid ist speziell auf eine gewissenhafte, unterstützende Gerüstgestaltung zu achten da bei Implantaten infolge fehlender Rezeptoren die Belastungen höher sind als beim natürlichen Pfeilerzahn.

Ebenfalls die Nassbearbeitung, eine verzögerte Brandführung und gegebenenfalls ein Regenerationsbrand sind unbedingt einzuhalten.

 

Die momentan öfters nachgefragte Vollzirkondioxidkrone ist in Bezug auf die Härte und das Abrasionsverhalten der Antagonistenzähne noch wenig erforscht. Vollanatomische Zirkondioxidarbeiten gelten als unphysiologisch hart für das Kiefergelenk da sich keinerlei Adaption des Zahnersatzes einstellt. Okklusale Kontakte müssen exakt eingestellt und unbedingt hochglanzpoliert/glasiert sein.

Als Alternative bieten sich teilverblendete Zirkondioxidgerüste mit sehr dünnen Verblendschichten oder die bewährte VMK-Technik an.

In Zukunft könnten auch mittels CAD-CAM verarbeitete Hochleistungspolymere zum Einsatz kommen.